M. Levin

M. Levin

KAPITEL 4 – Fragmente

„Was genau soll fehlen?“

Lio muss einen Moment nachdenken. Es geht nicht um einen verlorenen Gegenstand. „Wir brauchen einen Ort mit Lücken.“ Sein Blick wandert zum Boden. „Einen Ort, an dem man erkennen kann, dass vorher etwas da war“, fügt er schließlich hinzu.

KAPITEL 3 – Drei Skizzen

Am nächsten Tag muss Lio nicht mehr auf Raumnummern oder Beschilderungen achten. Er geht durch den Eingang des Kursgebäudes, die Treppe hinauf, läuft den Gang nach dem Treppenhaus einige Schritte entlang und erkennt Raum 245A bereits an den Stimmen hinter der geschlossenen Tür.

PROLOG – Bevor etwas bricht

Lio Aoyama ist zwölf Jahre alt, als er zum ersten Mal bemerkt, dass Menschen verschwinden können. Nicht auf dramatische Weise oder wie durch Zauberei, sondern eher wie eine Verabschiedung, bei der man nicht weiß, dass es überhaupt eine ist.